Ihre Fragen & unsere Antworten zum Projekt See-Meile

·         Wie sieht der Projektzeitplan aus?

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Es ist geplant, den Fahrgastbetrieb im Sommer 2019 zu beginnen. Bis Ende des Jahres 2019 können dann Interessierte das Fahrzeug täglich kostenlos nutzen. 
Vor Betriebsstart finden Testfahrten ohne Fahrgäste statt, dabei werden die Strecke in das Fahrzeug eingelesen und die Begleiter auf die Streckenführung vorbereitet. 


·         Welche Fahrzeuge werden eingesetzt? 

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Im Rahmen des Projektes wird ein Fahrzeug des Hersteller EasyMile, ein EasyMile EZ 10 Gen2, eingesetzt. Das Fahrzeug bietet Sitzplätze für sechs Personen und einen Stellplatz für einen Rollstuhl, Kinderwagen oder Ähnliches. 

Das Fahrzeug ist barrierefrei (automatische Rampe). Durch veränderte Auflagen ist es aber nötig, eine neue Sicherheitseinrichtung einzubauen, so dass wir vorerst keine Rollstuhlfahrer befördern dürfen. Der Einbau wird zeitnah erfolgen. 

Der Innenraum ist stufenlos und klimatisiert bzw. beheizbar. Während des Projektes fährt das Fahrzeug mit einer Geschwindigkeit von maximal 15 km/h.

Es handelt sich bei dem Fahrzeug um einen hochautomatisierten Kleinbus. Das Fahrzeug kann noch nicht alle Verkehrssituationen selbstständig bewältigen (Ausweichen von Hindernissen, Überholvorgänge) und fährt auf einem „angelernten“ (programmierten) Weg. Dieser Weg kann nur im manuellen Modus, das heißt, von dem Begleiter gesteuert, verlassen werden.

          Wer ist der Betreiber des Kleinbusses?

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      Betreiber des Kleinbusses und der Ringlinie sind die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG).

      

          Wie wird für die Sicherheit gesorgt?

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Das Fahrzeug verfügt über mehrere Lidar-Sensoren. Das Erkennen von Hindernissen in dem vorgegebenen Bereich ist somit garantiert. Zudem fährt das Fahrzeug defensiv und reagiert bei jeder potenziellen Gefahrensituation sehr vorsichtig bzw. bremst es ab. Die im Fahrzeug befindliche Begleitperson überwacht außerdem das Fahrzeug und unterstützt bei Bedarf auch Fahrgäste beim Ein – und Aussteigen. Während der Fahrt müssen alle Fahrgäste einen Sitzplatz einnehmen. Das Stehen während der Fahrt ist nur dem Fahrzeugbegleiter erlaubt.

Die Tür ist, wie alle Türen bei den Bussen der BVG, gegen das Einklemmen von Personen und Gegenständen gesichert. Ist dieser Bereich nicht frei, können die Fahrzeuge die Türen nicht schließen und weiterfahren.

         Was geschieht nach dem Ende des Projektes mit dem
         Angebot/Kleinbus?

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Nach Ende des fünfmonatigen Fahrgastbetriebs werden die Ergebnisse des Forschungsprojekts von den Projektpartnern ausgewertet. Inwiefern der Kleinbus bzw. das Angebot in Tegel weiter zur Verfügung gestellt werden, hängt von den Erfahrungen innerhalb des Projekts ab. Grundsätzlich sind alle Partner daran interessiert, solche Angebote auch längerfristig anzubieten, dazu muss allerdings zunächst einmal gezeigt werden, dass der Einsatz auf öffentlicher Straße gut funktioniert..

         Darf solch ein Kleinbus überall fahren?

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Nach derzeitiger Rechtslage dürfen hochautomatisiert bzw. autonom fahrende Fahrzeuge ohne Begleiter nur auf Privatgelände fahren. Einsätze sind darüber hinaus dort möglich, wo die vor Ort herrschenden Rahmenbedingungen den Anforderungen der Straßenverkehrsbehörden für den Einsatz solcher Fahrzeuge genügen und eine Ausnahmegenehmigung erteilt wird. Dabei wird der Einsatz auf öffentlichen Straßen grundsätzlich nur möglich, wenn ein Fahrer das Fahrzeug jederzeit übernehmen kann. 

       Erkennt das Fahrzeug die Verkehrsschilder?

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Noch erkennt das Fahrzeug Verkehrszeichen nicht, die Technik entwickelt sich aber beständig weiter. Beim Projekt See-Meile ist der Fahrweg programmiert. Die Reaktion auf bestimmte Zustände des Systems selbst, der Umgebung sowie von Verkehrszeichen wird jeweils in Fahrbefehlen für das Befahren der Route hinterlegt.

       Kann der Betrieb bei jeder Wetterlage erfolgen?

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Das genaue Verhalten der Technik bei unterschiedlichen Wetterbedingungen zu erfahren, ist ebenso ein Ziel des Testbetriebs. Grundsätzlich soll der Betrieb während der Projektlaufzeit bei allen Wetterbedingungen erfolgen.

       Kann das Fahrzeug vom Weg abkommen?

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Der Fahrweg wird vor Betriebsaufnahme im Fahrzeugrechner einprogrammiert, insofern kann das Fahrzeug nicht vom Weg abweichen. In diesem Zuge wird dem Fahrzeug vorgegeben, wie es sich entlang des zu befahrenden Weges verhalten soll.

      Bremst das Fahrzeug automatisch und weicht es auch
      Hindernissen aus?

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Bei auftretenden Hindernissen bremst das Fahrzeug automatisch. Ein weiträumiges Abweichen von der Strecke zur Hindernisumfahrung kann das Fahrzeug bisher nicht selbstständig realisieren, daher greift in diesem Fall der Fahrzeugbegleiter ein. 

     Wie lang ist die Akkulaufzeit bzw. Reichweite?

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Die Reichweite beträgt bis zu 130 km oder 10 Stunden, ist aber abhängig von der Außentemperatur, dem Einsatz der Klimaanlage oder Heizung, der Anzahl zu befördernder Personen, etc.

In der Regel wird das Fahrzeug in fünf bis acht Stunden aufgeladen. Die Ladezeit hängt neben der Akkukapazität auch von der benutzen Ladestation und -technik sowie von der Witterung ab.

Wenn der Ladezustand der Fahrzeugbatterien keine vollständige Fahrt mehr zulässt, wird das Fahrzeug aus dem Fahrgastbetrieb genommen. Innerhalb des Projektes werden daher definierte Ladezeiten vorgesehen.

     Wie verläuft die Akzeptanzstudie? 
     Was geschieht mit den Daten der Befragten?

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Die Akzeptanzstudie besteht aus drei Forschungsmodulen (vor, während und nach dem Betrieb), die sich am Projektplan orientieren. Dabei werden sowohl qualitative (offene Gespräche/Diskussionen) als auch quantitative (Fragebögen/Zahlen) Methoden angewandt. Die Studie fokussiert sich auf die Nutzerakzeptanz und soll Antworten auf folgende Fragen bringen: Wie gestaltet sich die Akzeptanz autonomen Fahrens im Allgemeinen und speziell in Bezug auf die Integration in den ÖPNV? Wie ist das Nutzererlebnis der Fahrgäste sowie der Fahrzeugbegleiter? Aus welchen Gründen wir das Angebot ggf. nicht genutzt? etc. Darüber hinaus sollen Erkenntnisse darüber gesammelt werden, welche anderen möglichen Einsatz-/Nutzungsszenarien autonomer Shuttles es zukünftig geben kann. Die erhobenen Daten werden anonymisiert und aggregiert ausgewertet und zusammengefasst in einem Ergebnisbericht aufbereitet. Eine Veröffentlichung der Ergebnisse ist derzeit nicht geplant.

   Haben die Projektpartner bereits Erfahrungen mit dem
   Betrieb von hochautomatisierten Kleinbussen?

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Die BVG betreibt im Rahmen des Projekts STIMULATE seit 2018 vier hochautomatisierte Kleinbusse auf den Standorten der Charité in Mitte und dem Virchow-Klinikum. Auch ioki sammelt bereits seit 2017 Erfahrungen mit dem Einsatz von EasyMile-Fahrzeugen auf der ersten autonomen Buslinie Deutschlands auf öffentlicher Straße in Bad Birnbach (Bayern). Zudem haben die BVG und ioki innerhalb des Pilotprojekts „Pole Position“ einen individuell per App bestellbaren, flexiblen On-Demand-Service, ebenfalls unter Einsatz von EasyMile-Fahrzeugen, erprobt. 

   Weshalb testet die BVG hochautomatisierte Kleinbusse?

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Die BVG setzt hochautomatisierte Kleinbusse in verschiedenen Projekten ein, um die Technologie zu testen und deren Weiterentwicklung zu unterstützen. 

Zudem sollen Berliner und Berlinerinnen an die neue Mobilitätsform herangeführt werden. 

Ziel ist es, diese neue Mobilitätsform später einzusetzen, um das erste/letzte Meile Problem zu lösen und Quartiere im Berliner Randgebiet zu erschließen. Somit kann Berlinern und Berlinerinnen ein verbesserter Anschluss zum bestehenden ÖPNV-Angebot gegeben werden.

    Meine Frage ist nicht dabei. Und nun?

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